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Besetzung des stellvertretenden Schulleiterpostens

12. 09. 2021

 

Der Posten des stellvertretenden Schulleiters wurde vor Monaten ausgeschrieben. Um eine stabile Schulleitung zu erwirken, hat sich Frau Püschel auf den stellvertretenden Schulleiterposten beworben.

Zunächst fand das allgemeine Verfahren am 30.08.2021 statt. Überprüft wurde der eigene Unterricht, die Mitschaustunde eines Kollegens mit Auswertung und ein Kolloquium zum Thema "Schulrecht".

In diesem Sinn bedanke ich mich noch einmal recht herzlich bei Frau Pelikowsky für die freiwillige Zusage, um ihren Unterricht zu hospitieren.

 

Um endgültig das Bewerberverfahren zu beenden, musste sich Frau Püschel den Mitgliedern der Schulkonferenz vorstellen.

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten, wie ich mich den Schulkonferenzmitgliedern präsentiert habe. 

 

 

Liebe Mitglieder der Schulkonferenz,

 

liebe Gäste

 

ich möchte mich Ihnen heute als Anwärterin zur stellvertretenden Schulleiterin vorstellen und hoffe, dass ich Ihren Ansprüchen gerecht werde.

Kurz zu meiner Person.

Ich bin 35 Jahre alt, verheiratet und habe einen Sohn. Seit gut 5 Jahren und 2 Monaten arbeite ich an dieser Schule. Vor ungefähr zwei Jahren habe ich den Posten der kommissarischen Schulleiterin übernommen und war zuvor ein halbes Jahr als kommissarisch stellvertretende Schulleiterin an dieser Schule tätig.

Durch mein Lehramtsstudium stellte ich fest, dass ich schnell eine Bindung zu kleinen Kindern aufbauen und mich auch in lernschwache Kinder sehr gut hineinversetzen kann. Schließlich gehörte ich auch einmal dazu. Ich denke, dass mir das bislang sehr geholfen hat, um in diesem Beruf so erfolgreich zu sein und den Kindern Möglichkeiten an die Hand geben kann, um ihre innere Motivation zu finden und sich selbstständig weiterzuentwickeln. Der fachliche Bezug ist zwar wichtig, aber in der Grundschule ist es viel wichtiger jedes Kind als Individuum zu sehen, seine Stärken und Schwächen zu erkennen sowie ihm das Gefühl zu geben, dass man für das Kind da ist und auch Verständnis für seine Situation hat. Egal in welcher Lage es sich befindet.

Nun habe ich bereits mit jungen Jahren entschieden, dass mein Weg weitergehen soll. Ich möchte nicht als Lehrerin stehenbleiben, vielmehr hat mich die Verwaltung immer sehr gereizt. Demzufolge ergriff ich vor ein paar Jahren die Initiative, um an einem Schulleiterseminar im LISUM teilzunehmen. Dieses untermauerte meine Meinung, mich weiterzuentwickeln und in andere Bereiche hineinzuschnuppern. Diesen Richtungswechsel habe ich bis heute nicht bereut und die Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Ich mache meinen Beruf, sowohl den Schulleiterposten mit viel Leidenschaft. Es ist zu einer Art Hobby seit Anbeginn meiner Arbeitszeit geworden.

Da ich mich speziell für den stellvertretenden Schulleiterposten beworben habe, möchte ich hier in dieser Schulkonferenz nicht vorwegnehmen, in welche Richtung ich diese Schule zukünftig weiterentwickeln möchte. Dazu werde ich dann im nächsten Schulleiterverfahren kommen, wenn ich dazu die Chance erhalte.

Als stellvertretender Schulleiter ist es natürlich meine Aufgabe dem Schulleiter so gut wie es geht jeden Tag unter die Arme zu greifen. D.h. ich bin der Partner, der zwischen Schulleiter(in) und Kollegium steht. Ich versuche jeden Tag ein offenes Ohr für die Probleme der Kolleginnen und Kollegen zu haben und finde mit ihnen gemeinsam konstruktive Lösungen. Gerade das Personalmanagement muss ein stellvertretender Schulleiter immer im Blick behalten. Er arbeitet tagtäglich an der Basis und ist jederzeit mit den Kolleginnen und Kollegen im Austausch. Der stellv. Schulleiter muss den Stundenplan jeden Tag im Auge behalten und schauen, wie alle Fächer regelmäßig abgedeckt werden können, was passiert bei plötzlicher Krankheit oder wenn jemand für länger ausfällt. Wie kann ich meine anderen Kollegen dabei unterstützen, dass sie nicht Überstunden aufbauen. D.h. ich muss mit Hilfe der Lehrerkonferenz und den dortigen beschlossenen Konzepten arbeiten und so gut wie es geht eine Zufriedenheit seitens des Kollegiums erreichen, dass sie ihrem Tagesgeschäft nachgehen können. Des Weiteren muss ich ihnen in rechtlichen Fragen zur Seite stehen und mit ihnen gemeinsam Lösungsansätze finden, wenn in Klassenkonferenzen Beschlüsse gefasst werden müssen oder Fragen zu speziellen Bereichen kommen, wie z.B. in der Sonderpädagogik. Um in dieser Hinsicht selbst Fachwissen aufzubauen und weitere Informationen zu erhalten, muss ich in enger Kooperation zu den einzelnen Behörden stehen und natürlich zur Sonderpädagogin. Des Weiteren stehe ich im permanenten Austausch mit dem Schulleiter, um Konferenzen vorzubereiten, Personalgespräche zu begleiten, Protokolle anzufertigen, aber auch um Statistiken zu führen, die regelmäßig vom Schulamt abgefragt werden. Des Weiteren kann ich Aufgaben durch den Geschäftsverteilungsplan erhalten, dass die Klassenbücher, die Zensurenübersichten in webbschule und auch die Daten eingepflegt und kontrolliert werden. Der generelle Schulablauf sollte jeden Tag von meiner Person aus geregelt und kontrolliert werden. Dabei werden vermutlich alte Strukturen aufgebrochen, neue integriert, Konzepte weiterentwickelt und neue Wege gegangen werden. Vor allem im medialen Bereich werden wir immer fitter und müssen uns auch diesem Bereich stellen. Es geht nicht mehr zurück, sondern nur vorwärts. Das muss ich versuchen in die Köpfe zu bringen und darauf hinarbeiten, dass sich die Kollegen regelmäßig fortbilden und den Bereich Medien, da wir auch eine Medienschule sind, weiter nutzen und ausbauen. Mein Anspruch an diesen Posten muss es auch sein, dass alle Kollegen sich vor allem in diesem Medium sicher fühlen und dieses regelmäßig anwenden. Es darf am Ende niemanden mehr geben, der sich verweigert und sich diesem Thema verschließt. Auch die Entwicklung der Zukunft hat der stellv. Schulleiter im Blick und muss dieser am Ende gerecht werden.

 

John Cage bringt es wunderbar auf den Punkt. „Wir müssen uns weiterentwickeln, um die Zukunft mitgestalten zu können –auch als Führungskraft. Tun wir es nicht, werden wir abgehängt. Ganz einfach.“

 

Da ich nun schon eine Weile an dieser Schule und in der Schulleitungsebene arbeite, habe ich mir für den stellvertretenden Schulleiter ein großes Ziel gesetzt. Ich möchte mich so weiterentwickeln, dass ich meinen Kolleginnen und Kollegen Rede und Antwort stehen kann und das in allen Bereichen. Vor allem möchte ich aber in der Schulleitungsebene den sonderpädagogischen Bereich an dieser Schule weiter ausbauen. Jahrelang gab es nur wenige Stunden für diesen Bereich und einige wichtige Dinge sind in Vergessenheit geraten. Diese müssen nach und nach mit Unterstützung der Sonderpädagogin Frau Woiczikowski wieder aufgebaut und in Angriff genommen werden. Diesen Bereich erhoffe ich mir durch meine neue Funktionsstelle weiterhin intensiv zu unterstützen. Des Weiteren ist mir in der Personalpolitik wichtig, dass eine Kommunikationsebene im Kollegium gefunden wird, die für alle Beteiligten der Schule akzeptabel ist. D.h. sowohl die Kollegen, als auch die Schulleitung sowie die Angestellten der Stadt Fürstenwalde gehen gern jeden Morgen an ihren Arbeitsplatz, da sie sich in dieser Umgebung wohl- und aufgehoben fühlen. Es muss ein arbeitsfähiger Prozess werden, der von allen Beteiligten gleichermaßen unterstützt wird. D.h. die Kollegen müssen herangeführt werden eine Vertrauensebene innerhalb ihres Kollegiums zu erhalten. Vertrauen entsteht nur durch Ehrlichkeit und der Bereitschaft auftretende Probleme gleich und umgehend zu klären, egal wie ich zu dieser Person stehe. Jeder Kollege wird auch in dem Prozess begleitet andere Kollegen als Mitarbeiter zu sehen und nicht als Querulanten.

 

 „Vertrauen ist für alle Unternehmungen das große Betriebskapital, ohne welches kein nützliches Werk auskommen kann. Es schafft auf allen Gebieten die Bedingungen gedeihlichen Geschehens.“ Albert Schweitzer

 

Jeder Mitarbeiter hat andere Ideen, Vorstellungen und Meinungen und diese müssen akzeptiert, manchmal korrigiert oder auch widerlegt werden. Das macht das Arbeiten an der Schule spannend, farbenfroh und lebendig. Des Weiteren möchte ich durch die Bewerbung dieses Postens erreichen, dass es eine stabile Schulleitung in Zukunft geben wird. Auch das Verhältnis zur Schulleitung hat sich in den letzten Monaten sehr zum Positiven verbessert und muss weiter stetig gefestigt werden. Ich persönlich wünsche mir, dass nicht nur die eigene Arbeit gesehen wird, sondern auch die Arbeit meiner Mitarbeiter und dazu zählt auch die Schulleitung. Eine Schulleitung kann durchaus Aufgaben delegieren und auch Arbeitsbereiche festlegen, die übernommen werden müssen. Nur durch diese Zusammenarbeit kann eine Stabilität in der gesamten Schule erreicht werden. Alle ziehen am selben Strang. Vertrauen sich, schätzen die Arbeit des anderen, sind dankbar, wenn Fehler frühzeitig entdeckt werden, unterstützen sich unabhängig davon, ob es gerade mein Aufgabenbereich ist oder nicht, schauen über den Tellerrand hinaus und ergreifen Initiative, sehen nicht nur ihren Unterricht, sondern kennen auch darüber hinaus ihren Aufgabenbereich und engagieren sich in den Jahrgangsstufen-, Fach- und Lehrerkonferenzen, vertrauen vor allem der Schulleitung, dass sie sich in den Gesetzmäßigkeiten und Verordnungen auskennt und stellen nicht alles in Frage. Mir ist vor allem wichtig, dass diese Punkte in den kommenden Monaten erreicht werden.

 

Meine Aufgabe ist nicht, es den Leuten leicht, sondern sie besser zu machen.“

Steve Jobs

 

Ich habe das Ziel, dieses Kollegium zu stabilisieren, meine Aufgaben seitens des Schulamtes pflichtbewusst umzusetzen, auch wenn diese ab und an unbequem für die Kollegen sind, mich tagtäglich weiterzuentwickeln, konstruktive Kritik anzunehmen und über den Tellerrand hinauszuschauen. Ich möchte ein Kollegium mit meiner Arbeit erzeugen, welches von Respekt, Mitgefühl und Fairness getragen wird. Es soll ein gemeinsames „Wir“ entstehen. Wir befinden uns alle im selben Boot und begegnen uns auf Augenhöhe. Alle führen denselben Aufgabenbereich aus, nur das die Schulleitungsebene die Richtung vorgibt und Strukturen festlegt. Das „Du“ gibt keine Respektlosigkeit an, sondern eine Ebene des Vertrauens und des Miteinanders. Auch diverse Ebenen werden dadurch nicht außer Kraft gesetzt, sondern sympathischer gemacht. Ich bin aus der Mitte des Kollegiums gekommen und werde immer ein Teil des Kollegiums sein und bleiben. Lediglich das Vertrauen muss mir von allen Beteiligten geschenkt werden!

 

 „Ich leihe Dir meine Gedanken. Du leihst mir Deine Gedanken. Ich habe Deine? Du hast meine? Das Wunderbare am Gedanken-Austausch ist, dass wir unsere Gedanken austauschen und die eigenen dennoch behalten können.“ (Helga Schäferling)

 

 

Ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal bei allen Mitgliedern der Schulkonferenz, welche ein klares Votum für meine Person abgegeben haben. Ich bin sehr dankbar für das entgegengebrachte Vertrauen und hoffe in Zukunft auf eine weitere gute Zusammenarbeit! 

 

Katja Püschel

  

 
 
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